Amy Winehouse

„They tried to make me go to rehab
But I said no, no, no!“


Amy Jade Winehouse war keine 20 Jahre alt, als sie bei Island Records ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb und an der Arbeit für ihr Debütalbum „Frank“ begann – einem unverbrauchten Mix aus Jazz-, Soul- und Hip-Hop-Elementen, der bereits durch ihre Auseinandersetzung mit sich selbst und ihren Ex-Freunden gekennzeichnet war. Zu diesem Zeitpunkt hatte die jüdische Tochter eines Taxifahrers und einer Apothekerin bereits fünf Mal die Schule gewechselt und auch das Studium an der berühmten Londoner BRIT School nach nur einem Jahr wieder geschmissen. Im Oktober 2003, Winehouse war gerade 20 Jahre alt geworden, erschien ihr Debüt, das vor allem in ihrer britischen Heimat für Aufhorchen sorgte und sich bis Ende 2004 knapp eine Million Mal verkaufen und ihr Dreifach-Platin sowie den renommierten Mercury Prize für das Album des Jahres einbringen sollte.


International gelang ihr der Durchbruch allerdings erst nach ihrer Arbeit mit Produzenten-Mastermind Mark Ronson. Auf „Back to Black“ verarbeitete Winehouse im Gewand modern vorgebrachter Sixties-Souls die Trennung von ihrem Ex (und späteren Ehemann) Blake Fielder-Civil und landete mit dem üble Vorahnungen weckenden Song „Rehab“ ihren ersten internationalen Hit. In 20 Ländern erreichte das bis zum Ende des Jahres insgesamt 1,5 Millionen Mal verkaufte Album die Top- Position der Charts, es folgten mit „You Know I’m No Good“ und „Back to Black“ weitere Hits und endlich auch der BRIT Award als Best British Female Solo Artist.


Wirklich genießen konnte Amy Winehouse diesen Erfolg – der sich 2007 mit mittlerweile insgesamt 5,5 Millionen verkauften Einheiten und 2008 mit fünf Grammy-Auszeichnungen fortsetzte – zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr. Ihr Neu-Ehemann Fielder-Civil hatte sie – die ohnehin Alkoholprobleme hatte und zudem an Bulimie litt – zusätzlich an harte Drogen herangeführt und damit dafür gesorgt, dass sich ihr öffentliches Auftreten immer weiter verschlimmerte. Nach einer abgebrochenen Tour 2007 folgte 2008 die unvermeidliche Karrierepause „aus gesundheitlichen Gründen“, der erst 2011 die Ankündigung eines neuen Studioalbums folgen sollte. Die daraufhin geplante Europa-Tour geriet allerdings abermals zum alkoholisierten Desaster, infolgedessen sowohl Tour als auch Album wieder abgesagt wurden. Am 23. Juli 2011 wurde Amy Winehouse schließlich tot aufgefunden. Todesursache: Alkoholvergiftung mit 4,16 Promille im Blut. Ihre letzte Ruhe hat sie auf dem Edgwarebury Jewish Cemetery gefunden. Selbstverständlich im Norden von London.


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